Mathe hilft: steht in der Bibel wirklich π=3,0?

piDie Bibel kommt im medialen Mainstream nicht gut weg. Ständig wird einem erklärt, die Bibel wäre ein Märchenbuch. Und weil sich deren Aussagen über Gottes Existenz so schlecht widerlegen lassen, kümmert man sich lieber um näherliegende Ziele: Widersprüche und Fehler, davon soll die Bibel voll sein. Einen Fall möchte ich heute näher betrachten: angeblich behauptet die Bibel, die Kreiszahl pi wäre 3 statt 3,14159. Zeit für Mathe hilft, denn Mathe hilft, die Welt besser zu verstehen, auch die Bibel.
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Barmherzigkeit oder Opfer – zur Diskussion um die “Pille danach”

Der Bundesrat hat sich dieser Tage dafür ausgesprochen, dass die “Pille danach” rezeptfrei in Apotheken erhältlich sein sollte. Hierzu meldet sich nun Hartmut Steeb, einer der prominentesten Evangelikalen Deutschlands, in einem idea-Artikel
zu Wort. Steeb ist Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorsitzender des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen. Gegenüber idea nannte er die Forderung des Bundesrats “völlig inakzeptabel”. Er redete von “Vernichtung menschlichen Lebens” und behauptete

Durch die Freigabe des Medikamentes würden Frauen verstärkt dem Druck ihrer Freunde ausgesetzt, „das Kind wegmachen zu lassen“.

Auch nach mehreren preußischen Nächten bin ich darüber noch immer erbost. Den Zustand der evangelikalen Bewegung betrachte ich zunehmend mit Sorge.

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Netanyahus Bluff

Wie geht es eigentlich dem Nahost-Friedensprozess? Zur Erinnerung: die Friedensverhandlungen liegen derzeit auf Eis. Israel baut munter weiter an seinen (völkerrechtlich illegalen) Siedlungen im Westjordanland. Die Palästinenser sagen, solange das so ist, zeigt Israel, dass es zu keinem Kompromiss bereit ist und solange macht es keinen Sinn, über den Frieden zu verhandeln. Netanyahu stellt sich währenddessen hin und sagt: selbst schuld, wenn Ihr nicht verhandeln wollt.

Aber was gibt es Neues?

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Kommunalwale in Schleswig-Holstein gesichtet

In Schleswig-Holstein wurde ein Rudel von rund 1100 Kommunalwalen entdeckt. In praktisch jeder Gemeinde wird einer vermutet. Nähere Informationen sind nach Tagesanbruch zu erwarten. Zur besseren Beobachtung werden derzeit Wallokale eingerichtet, diese öffnen um 8:00 Uhr. Am frühen abend ab 18:00 sollen dann die Beobachtungen zusammengetragen werden. Spitzenpolitiker aller Parteien werden dann die Ergebnisse kommentieren.

Kommunalwale sind selten. In S-H wurden sie zuletzt vor fünf Jahren gesichtet. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit und gehen Sie zum nächsten Wallokal.

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Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache?

Unsere Große kommt im Sommer in die sechste Klasse des Gymnasiums und damit steht die Wahl der zweiten Fremdsprache an. Was soll man nehmen, Latein oder Französisch?

Gestern abend war eine Informationsveranstaltung der Schule für die Eltern. Unsere Tochter ist sich sicher, was sie wählen will, Latein. Und meine Frau und ich unterstützen diese Wahl ausdrücklich. Ich bin dann aber trotzdem hingegangen, einfach aus Interesse an der Veranstaltung an sich. Denn auch wenn ich meine Meinung habe, so bin ich immer gerne bereit, mir andere Meinungen anzuhören und mich von guten Argumenten überzeugen zu lassen. Im Gegenzug dafür erlaube ich mir, unbequeme Fragen zu stellen. Ich finde, das ist ein fairer Deal, und ich mache das bei anderen Themen auch so.

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Mathe hilft: Würfel mit Kantenlänge von 80 Kilometern

“Die Welt” hat wieder zugeschlagen. In diesem Artikel geht es um Plastikmüll, von dem wir in den Weltmeeren zu viel haben, und um den Vorschlag des Umweltbundesamts, dass man für Plastiktüten im Laden in Zukunft immer bezahlen müsste. Soweit so gut. Gestolpert bin ich dann aber über diese Aussage:

“100 bis 140 Millionen Tonnen Müll liegen in den Weltmeeren. Zum Teil sind Müllstrudel aus dem Weltall erkennbar”, sagte Flasbarth. “Um das in ein Bild zu packen: Das ist ein Güterzug vollgepackt mit Meeresmüll von hier zum Mond und halb zurück.” Allein in der Nordsee liege Müll in einer Größenordnung von einem Würfel mit einer Kantenlänge von 80 Kilometern.

Mir fällt es gelinde gesagt schwer, einen Würfel mit einer Kantenlänge von 80 Kilometern vorzustellen. Der Mount Everest ist ja noch nicht einmal 9 Kilometer hoch. Zeit für “Mathe hilft”.

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Zwei Jahre Fukushima

Zwei Jahre ist es heute her, dass die Reaktoren von Fukushima außer Kontrolle geraten sind. Dreifache Kernschmelze. Nach Tschernobyl das zweite Mal. Was hat die Welt daraus gelernt? Nicht genug. Noch immer werden Atomkraftwerke geplant und gebaut.

Die Kernkraftbranche meint, bei Neuanlagen die Sicherheit im Griff zu haben. Aber ist das überhaupt möglich? Bei Tschernobyl war es ein Steuerfehler. Ungefähr so wie bei einem Auto. Auch da kann man links anzeigen und rechts abbiegen.
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Kirche und Evangelikale sollen enger zusammenrücken?

Das war ungewöhnlich. Die evangelikale Nachrichtenagentur idea meldet

Kirche und Evangelikale sollen enger zusammenrücken.

Gefordert hat dies “eine führende Repräsentantin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Pröpstin Annegret Puttkammer (Herborn)”. Ihr Argument?

Angesichts einer zunehmenden Skepsis gegenüber Religion in der Gesellschaft sollten die Volkskirche und die evangelikale Bewegung enger zusammenrücken.

Und

Denn nur wenn die Christen als „gemeinsame gesellschaftliche Kraft“ aufträten, würden sie gehört.

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