Europawahl 2014 – Teil 4: die mediale 5%-Hürde

Nach Bastelarbeiten am Europawahlgesetz war es schließlich das Bundesverfassungsgericht, das ein Machtwort sprach: bei der Europawahl gibt es keine Sperrklausel. Die Begründung: Erstens ist das EU-Parlament ohnehin schon heillos zersplittert. Zweitens hat es so wenig zu sagen, dass es keine Regierung wählt. Damit, so meinte das BVG, gebe es auch keine Basis für die Sperrklausel. Damit reicht es bei der Europawahl, wenn eine Partei genug Stimmen für einen einzigen Sitz bekommt. Für die letzten Plätze reicht es sogar schon, wenn man etwas mehr als einen halben Sitz bekommt, denn irgend jemand bekommt am Ende die letzten Mandate. Die faktische Hürde lag also irgendwo bei 0,5%. Damit witterten die Splitterparteien Morgenluft.

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Europawahl 2014 – Teil 3: das Kentern der Piratenpartei

Kann man in Deutschland eine spezifisch christlich-fundamentalistische Partei etablieren? Wer das will, sollte untersuchen, wie neue bundesweite Parteien entstehen und vergehen. Betrachten wir z.B. die Piratenpartei. Sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie schnell eine Partei aufsteigen, und wie schnell sie wieder bedeutungslos werden kann.

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Europawahl 2014 – Teil 2: der Niedergang der FDP

Die FDP hat im Laufe von über 60 Jahren Geschichte viele Höhen und Tiefen gesehen. Meist war sie an der Regierung beteiligt. Mindestens aber war sie im Parlament. Und dann im Herbst 2013 das Desaster: die FDP scheitert auf Bundesebene an der 5%-Hürde. Jetzt ist ihre Zukunft fraglich

Seitdem wird sie in den Medien abgestraft. Zu den großen politischen Talkshows wird sie nicht mehr eingeladen. Sie ist für die Medien uninteressant geworden. Sie ist da angekommen, wo PBC, AUF und Christliche Mitte immer waren: im politischen Kuriositätenkabinett.
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Europawahl 2014 – Teil 1: die christlichen Splitterparteien

Europa hat gewählt. Nach einigen Diskussionen auf Facebook möchte ich die Wahl jetzt auch in meinem Blog kommentieren. Zuerst soll es um das Abschneiden der christlich-fundamentalistischen Splitterparteien gehen.

Zum zweiten Mal haben die “Partei Bibeltreuer Christen” (PBC) und die “Partei für Arbeit, Umwelt und Familie” gegeneinander kandidiert. Die Fusionsbemühungen dieser beiden Parteien waren in den letzten Jahren im Sande verlaufen.
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Mathe hilft: steht in der Bibel wirklich π=3,0?

piDie Bibel kommt im medialen Mainstream nicht gut weg. Ständig wird einem erklärt, die Bibel wäre ein Märchenbuch. Und weil sich deren Aussagen über Gottes Existenz so schlecht widerlegen lassen, kümmert man sich lieber um näherliegende Ziele: Widersprüche und Fehler, davon soll die Bibel voll sein. Einen Fall möchte ich heute näher betrachten: angeblich behauptet die Bibel, die Kreiszahl pi wäre 3 statt 3,14159. Zeit für Mathe hilft, denn Mathe hilft, die Welt besser zu verstehen, auch die Bibel.
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Barmherzigkeit oder Opfer – zur Diskussion um die “Pille danach”

Der Bundesrat hat sich dieser Tage dafür ausgesprochen, dass die “Pille danach” rezeptfrei in Apotheken erhältlich sein sollte. Hierzu meldet sich nun Hartmut Steeb, einer der prominentesten Evangelikalen Deutschlands, in einem idea-Artikel
zu Wort. Steeb ist Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz und Vorsitzender des Treffens Christlicher Lebensrecht-Gruppen. Gegenüber idea nannte er die Forderung des Bundesrats “völlig inakzeptabel”. Er redete von “Vernichtung menschlichen Lebens” und behauptete

Durch die Freigabe des Medikamentes würden Frauen verstärkt dem Druck ihrer Freunde ausgesetzt, „das Kind wegmachen zu lassen“.

Auch nach mehreren preußischen Nächten bin ich darüber noch immer erbost. Den Zustand der evangelikalen Bewegung betrachte ich zunehmend mit Sorge.

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Netanyahus Bluff

Wie geht es eigentlich dem Nahost-Friedensprozess? Zur Erinnerung: die Friedensverhandlungen liegen derzeit auf Eis. Israel baut munter weiter an seinen (völkerrechtlich illegalen) Siedlungen im Westjordanland. Die Palästinenser sagen, solange das so ist, zeigt Israel, dass es zu keinem Kompromiss bereit ist und solange macht es keinen Sinn, über den Frieden zu verhandeln. Netanyahu stellt sich währenddessen hin und sagt: selbst schuld, wenn Ihr nicht verhandeln wollt.

Aber was gibt es Neues?

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Kommunalwale in Schleswig-Holstein gesichtet

In Schleswig-Holstein wurde ein Rudel von rund 1100 Kommunalwalen entdeckt. In praktisch jeder Gemeinde wird einer vermutet. Nähere Informationen sind nach Tagesanbruch zu erwarten. Zur besseren Beobachtung werden derzeit Wallokale eingerichtet, diese öffnen um 8:00 Uhr. Am frühen abend ab 18:00 sollen dann die Beobachtungen zusammengetragen werden. Spitzenpolitiker aller Parteien werden dann die Ergebnisse kommentieren.

Kommunalwale sind selten. In S-H wurden sie zuletzt vor fünf Jahren gesichtet. Nutzen Sie diese seltene Gelegenheit und gehen Sie zum nächsten Wallokal.

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Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache?

Unsere Große kommt im Sommer in die sechste Klasse des Gymnasiums und damit steht die Wahl der zweiten Fremdsprache an. Was soll man nehmen, Latein oder Französisch?

Gestern abend war eine Informationsveranstaltung der Schule für die Eltern. Unsere Tochter ist sich sicher, was sie wählen will, Latein. Und meine Frau und ich unterstützen diese Wahl ausdrücklich. Ich bin dann aber trotzdem hingegangen, einfach aus Interesse an der Veranstaltung an sich. Denn auch wenn ich meine Meinung habe, so bin ich immer gerne bereit, mir andere Meinungen anzuhören und mich von guten Argumenten überzeugen zu lassen. Im Gegenzug dafür erlaube ich mir, unbequeme Fragen zu stellen. Ich finde, das ist ein fairer Deal, und ich mache das bei anderen Themen auch so.

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