Latein oder Französisch als zweite Fremdsprache?

Unsere Große kommt im Sommer in die sechste Klasse des Gymnasiums und damit steht die Wahl der zweiten Fremdsprache an. Was soll man nehmen, Latein oder Französisch?

Gestern abend war eine Informationsveranstaltung der Schule für die Eltern. Unsere Tochter ist sich sicher, was sie wählen will, Latein. Und meine Frau und ich unterstützen diese Wahl ausdrücklich. Ich bin dann aber trotzdem hingegangen, einfach aus Interesse an der Veranstaltung an sich. Denn auch wenn ich meine Meinung habe, so bin ich immer gerne bereit, mir andere Meinungen anzuhören und mich von guten Argumenten überzeugen zu lassen. Im Gegenzug dafür erlaube ich mir, unbequeme Fragen zu stellen. Ich finde, das ist ein fairer Deal, und ich mache das bei anderen Themen auch so.

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Mathe hilft: Würfel mit Kantenlänge von 80 Kilometern

“Die Welt” hat wieder zugeschlagen. In diesem Artikel geht es um Plastikmüll, von dem wir in den Weltmeeren zu viel haben, und um den Vorschlag des Umweltbundesamts, dass man für Plastiktüten im Laden in Zukunft immer bezahlen müsste. Soweit so gut. Gestolpert bin ich dann aber über diese Aussage:

“100 bis 140 Millionen Tonnen Müll liegen in den Weltmeeren. Zum Teil sind Müllstrudel aus dem Weltall erkennbar”, sagte Flasbarth. “Um das in ein Bild zu packen: Das ist ein Güterzug vollgepackt mit Meeresmüll von hier zum Mond und halb zurück.” Allein in der Nordsee liege Müll in einer Größenordnung von einem Würfel mit einer Kantenlänge von 80 Kilometern.

Mir fällt es gelinde gesagt schwer, einen Würfel mit einer Kantenlänge von 80 Kilometern vorzustellen. Der Mount Everest ist ja noch nicht einmal 9 Kilometer hoch. Zeit für “Mathe hilft”.

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Zwei Jahre Fukushima

Zwei Jahre ist es heute her, dass die Reaktoren von Fukushima außer Kontrolle geraten sind. Dreifache Kernschmelze. Nach Tschernobyl das zweite Mal. Was hat die Welt daraus gelernt? Nicht genug. Noch immer werden Atomkraftwerke geplant und gebaut.

Die Kernkraftbranche meint, bei Neuanlagen die Sicherheit im Griff zu haben. Aber ist das überhaupt möglich? Bei Tschernobyl war es ein Steuerfehler. Ungefähr so wie bei einem Auto. Auch da kann man links anzeigen und rechts abbiegen.
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Kirche und Evangelikale sollen enger zusammenrücken?

Das war ungewöhnlich. Die evangelikale Nachrichtenagentur idea meldet

Kirche und Evangelikale sollen enger zusammenrücken.

Gefordert hat dies “eine führende Repräsentantin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Pröpstin Annegret Puttkammer (Herborn)”. Ihr Argument?

Angesichts einer zunehmenden Skepsis gegenüber Religion in der Gesellschaft sollten die Volkskirche und die evangelikale Bewegung enger zusammenrücken.

Und

Denn nur wenn die Christen als „gemeinsame gesellschaftliche Kraft“ aufträten, würden sie gehört.

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von Kino, Glauben und den frommen Ultras

Im Kino läuft gerade ein Film mit dem Titel „Jesus liebt mich“.
Nachdem ich den Trailer gesehen hatte, hatte ich mich mich schon auf den Film gefreut. Die Handlung ist kurz erzählt:

Jesus ist auf der Erde, um kurz vor dem Weltuntergang („nächsten Dienstag“) nochmal nach den Menschen zu schauen. Hierbei lernt er Marie kennen, eine vielfach gescheiterte Frau, die nun Jesus beweisen will, dass die Menschen sich in den letzten 2000 Jahren zum Guten verändert haben, so dass sie mehr Zeit verdient hätten.

(null)

Als Christ Weihnachten feiern?

Was für eine Frage. Natürlich feiern Christen Weihnachten. In den besonders frommen Kreisen finden sich aber auch ab und an Christen, die meinen, das gehöre sich nicht, Weihnachten wäre in Wirklichkeit ein heidnisches Fest. Besonders systematisch wird diese Ansicht von den Zeugen Jehovas vertreten. Was ist von deren Argumenten zu halten? Mehr dazu hier.

Mathe hilft: Gaza mathematisch betrachtet

Im Nahen Osten hat mit dem zweiten Gazakrieg im November 2012 mal wieder die Hütte gebrannt. Mittlerweile gibt es einen allseitigen Waffenstillstand. Das ist eine gute Nachricht und es ist eine gute Gelegenheit, einmal über die mathematische Seite dieses Konflikts nachzudenken.

Immer wenn es im Nahen Osten kracht, kommt es in Deutschland zu reflexartigen Solidaritätsbekundungen. Ein aktuelles Beispiel von unserer Bundeskanzlerin:

Angela Merkel stellte sich in einer Erklärung ihres Sprechers hinter Israel. “Israel hat das Recht und die Pflicht, seine Bevölkerung in angemessener Weise zu schützen”, verantwortlich für den erneuten Ausbruch der Gewalt seien die Palästinenser.

Mich bewegt schon lange die Frage, ob sich so ein Statement objektiv überprüfen lässt.
Zeit für “Mathe hilft”, denn Mathe hilft, die Welt besser zu verstehen.

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Was ist christliche Politik?

Was ist christliche Politk? Mir wurde von verschiedenen Leuten nahegelegt, ich solle nicht immer nur kritisieren, was PBC und AUF machen. OK.

Ich habe meine politischen Überzeugungen aufgeschrieben. Eine erste Version, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, findet sich hier. Im Laufe der Zeit werde ich die einzelnen Themen auch näher ausführen und dann erklären, warum dies meiner Meinung nach christliche Standpunkte sind.

Heiko

Palästina, willkommen in der Staatenfamilie!

Der 29. November 2012 ist ein historischer Tag: die Vollversammlung der UN hat Palästina als unabhängigen Staat anerkannt, bisher zwar nur als Beobachterstaat und noch nicht als Mitglied, aber immerhin. Ein Antrag auf Vollmitgliedschaft war letztes Jahr am Veto der USA im Sicherheitsrat gescheitert, aber diesmal hatte allein die Vollversammlung zu entscheiden.

Das Abstimmungsergebnis war eine schallende Ohrfeige für Israel und für die USA: Die Resolution wurde mit 138 gegen nur 9 Stimmen angenommen, bei 41 Enthaltungen. Nur neun (!) Nationen waren dagegen, Palästina als unabhängigen Staat anzuerkennen: Israel, Tschechien, Kanada, Panama, die USA sowie die pazifischen Inselstaaten Nauru, Palau, Mikronesien und die Marshallinseln. Sogar unsere Bundesregierung brachte es zumindest fertig, sich der Stimme zu enthalten.

Ich begrüße diese Entscheidung ausdrücklich und ich möchte dafür drei wesentliche Gründe nennen. Einen politischen und zwei theologische:

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