Israel und der Nahostkonflikt ist ein komplexes Thema, politisch, geschichtlich und auch theologisch. Es ist schwierig, über dieses Themengebiet in einem angemessenen Umfang zu schreiben. Ich will mich an dieser Stelle beschränken, und zwar darauf, wie fundamentalistische Christen mit diesem Thema umgehen, auf den sogenannten “christlichen Zionismus”. Ich verwende den Begriff Fundamentalismus nicht oft, aber hier ist er angemessen, und für mich hat dieser Begriff hier einen negativen Beiklang.
Vorwort: wieso ich hier über Israel und den christlichen Zionismus schreibe.
Gaza
Der Gazastreifen ist nur ein kleines Fleckchen Erde, 360 Quadratkilometer, (das ist etwa halb so groß wie Hamburg mit 755 qkm), dort drängen sich 1,7 Mio Menschen unter unwürdigen Bedingungen. Die Ereignisse in Gaza haben meine Ansicht zum Nahostkonflikt maßgeblich geprägt, genauso wie eine Reihe von unerfreulichen Diskussionen darüber mit fundamentalistischen Christen. Im Einzelnen sind Artikel geplant zu:
- eine Einführung in die Politik und Geschichte des Gazastreifens
- Ein näherer Blick auf die israelische Blockade des Gazastreifens. Diese hat aus Gaza ein Freiluftgefängnis gemacht, das in der Welt in der heutigen Zeit absolut singulär ist, mit einer entsprechenden Ernte an Hass und Gewalt
- Zur Hamas: eine Terrororganisation, der man den Boden entziehen muss. Die Frage ist aber, welche Mittel von der Bibel her dazu angemessen und geeignet sind.
- Die Operation “Gegossenes Blei”, ein sinnloses Gemetzel, das zur Lösung des Nahostkonflikts nichts, aber auch gar nichts beigetragen hat.
- Auch der Goldstonebericht ist einen näheren Blick wert.
- Nicht zu vergessen ist auch die “Gazaflotille” und das Massaker auf der Mavi Marmara. Hierzu habe ich im Sommer 2011 den Text “Gaza braucht keine Hilfslieferungen” geschrieben. Auch die Hintergründe dieses Texts und die Folgen möchte ich noch erwähnen.
Mein Fazit: die Israelische Politik gegenüber Gaza kann ich mit meinem christlichen Gewissen nicht mehr vereinbaren. Ich halte sie für nicht zielführend, sowie mit der Bergpredigt und christlichen Werten für nicht vereinbar, und ich bin nicht länger gewillt, sie öffentlich zu verteidigen.
NAI
NAI – Nachrichten aus Israel ist in christlichen Kreisen weit verbreitet. Ich habe dieses Magazin über längere Zeit beobachtet und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass NAI im Nahostkonflikt Teil des Problems und nicht etwa Teil der Lösung ist:
- Wie funktioniert NAI (kommt noch)
- Mein Schlüsselerlebnis mit NAI
Atomwaffen
Ein wichtiger Teilbereich des Nahostkonflikts ist die Auseinandersetzung um das iranische Atomprogramm. Von christlich-zionistischer Seite sind hier regelmäßig scharfe Verlautbarungen zu hören. Grund genug, bei diesem Themenkomplex näher hinzuschauen.
- Damit man mich hier nicht missversteht, zunächst eine grundsätzliche Stellungnahme was ich von Atomwaffen halte.
- Bevor wir zum Iran kommen, sollten wir zunächst über die israelische Seite sprechen. Hat Israel Atomwaffen, und wenn ja, wozu?
- Wichtig ist auch die Frage, warum Israel dem Atomwaffensperrvertrag nicht beigetreten ist
- Nach diesen Vorbemerkungen können wir uns jetzt der Frage nach der iranischen Bombe widmen.