Meine politischen Ansichten haben sich im Laufe der Jahre zum Teil gewandelt. In vielen Fragen habe ich dazugelernt, das für und wider abgewogen und daraus meine Schlüsse gezogen.
Dabei bin ich (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) zu folgenden Überzeugungen gekommen:
Finanzen
Ich halte die Globalisierung für hochproblematisch. Wir im Westen profitieren davon massiv, die “dritte Welt” bleibt dabei auf der Strecke.
Zinsen halte ich für unmoralisch. Für die Armen sind sie hochgefährlich und sie sind auch eine wesentliche Ursache für unser derzeitiges Staatsdefizit. Sie waren jahrhundertelang in der christlichen Welt verboten und das aus gutem Grund.
Den Entwicklungsländern sind ihre Schulden zu erlassen Sie haben sie über dir Zinsen schon längst bezahlt.
Umwelt und Energie
Der hohe Ölverbrauch im Westen ist falsch. Wir müssen aus den fossilen Energieträgern aussteigen. Allein schon deshalb weil es auf der Welt auf Dauer nicht genug von ihnen gibt, um so weitermachen zu können wie bisher.
Darüber hinaus halte ich nach langem Prüfen des für und wider den Klimawandel auf Basis des CO2 für plausibel. Möglicherweise lässt sich der Zusammenhang nicht 100%ig beweisen, aber ich halte ihn für so plausibel, dass ich damit keine Experimente machen würde.
Die Nutzung der Kernenergie halte ich für falsch, das gilt für die zivile Nutzung genauso wie für die militärische.
Der Einsatz von Nahrungsmitteln zur Treibstoffgewinnung ist nicht richtig.
Die genetische Vielfalt muss besser geschützt werden. Ein wichtigt Beitrag hierzu wäre das Verbot von Patenten auf Pflanzen und Tiere.
Gentechnik gehört nicht in die Umwelt.
Innenpolitik
Ich bin für mehr Volksentscheide und ich bin dafür, dass sich die Politik daran auch halten muss.
Es hat zu viele Berichte über Gewalt durch Polizisten gegeben, als dass man dieses Problem länger ignorieren darf. Die Kennzeichnung von Poliziszrn im Einsatz durch Name und/oder Dienstnummet solltr in einem demokratischen Staat selbstverständlich sein.
Ich halte die FDP für überflüssig.
Politiker in Spitzenpositionen sollten verheiratet sein und eigene Kinder haben. Ich glaube Politikern nicht, dass sie sich für die langfristige Zukunft einsetzen, wenn sie selbst keine Kinder haben, die nach ihnen noch in der Welt weiterleben (müssen), die sie gestaltet haben. Ich kann mir zwar vorstellen, dass sie dies trotzdem tun, ich glaube es ihnen nur eben nicht.
Außenpolitik
Atomwaffen gehören weltweit geächtet. Auch die zivile Nutzung der Kernenergie gehört verboten. Man wüsste dann genau, dass alle die sie weiternutzen dabei militarische Hintergedanken haben.
Ich habe meine Zweifel daran, dass der Iran Atomwaffen anstrebt. Meine Zweifel wären kleiner, wenn die Bush-Administration sich die Massenvernichtungswaffen im Irak nicht ausgedacht hätte, um einen Kriegsgrund gegen Saddam Hussein zu haben. Eine Handhabe gegen das iranische Atomprogramm gibt es jetzt nicht mehr. Insbesondere wäre es unverantwortlich, einen Reaktor zu bombardieren, der mittlerweile im Betrieb ist.
Die Bundeswehr hat im Ausland nichts verloren und überhaupt halte ich vom Einsatz militärischer Mittel sehr, sehr wenig.
Nahost
Ich halte das Thema Israel in christlich-fundamentalistischen Kreisen für überbewertet. Da meine ehemaligen PBC-Kollegen sich aber sicherlich meine Meinung dazu wissen wollen, hier eine Kurzfassung:
Ich stehe hinter dem Existenzrecht Israels.
Gleichzeitig bin ich für das Existenzrecht der Palästinenser, entweder in einem eigenen Staat in angemessenen Grenzen oder als Minderheit in Israel mit anerkannten demokratischen Rechten. Die Entscheidung zwischen Einstaatenlösung und Zweistaatenlösung will ich den Israelis überlassen, die mit den Konsequenzen vor Ort leben müssen. Mir scheint aber, die Vorzugslösung der sog. “christlichen Zionisten” ist die Vertreibung der Araber aus “Groß-Israel”. Diese “Lösung” lehne ich ab. Sie ist menschlich und moralisch verwerflich und sie widerspricht auch der Bibel. Dazu an anderer Stelle mehr.
Ich halte die derzeitige israelische Regierung unter Netanyahu und Lieberman für gefährlich und für überhaupt nicht hilfreich, um die Probleme in Nahost zu lösen.
Den Einsatz von gezielten Tötungen, insbesondere im Ausland lehne ich ab, genauso wie Entführungen im Ausland, um Verbrecher dann im eigenen Land vor Gericht zu stellen.
Den islamischen Terror halte ich für verwerflich. Ich meine aber, dass man ihn mit Gegengewalt nicht bekämpfen kann und ich meine auch, dass die Bibel uns einen anderen Weg aufzeigt, unseren Feinden zu begegnen.
Im Laufe der Zeit werde ich diese Punkte in meinem Blog näher ausführen und dann darauf verlinken.