Zwei Jahre Fukushima

Zwei Jahre ist es heute her, dass die Reaktoren von Fukushima außer Kontrolle geraten sind. Dreifache Kernschmelze. Nach Tschernobyl das zweite Mal. Was hat die Welt daraus gelernt? Nicht genug. Noch immer werden Atomkraftwerke geplant und gebaut.

Die Kernkraftbranche meint, bei Neuanlagen die Sicherheit im Griff zu haben. Aber ist das überhaupt möglich? Bei Tschernobyl war es ein Steuerfehler. Ungefähr so wie bei einem Auto. Auch da kann man links anzeigen und rechts abbiegen.
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Röslers Milchmädchenrechnung

In den letzten Tagen machen Rösler und seine Zweiprozentpartei von sich reden, und zwar mit einem Frontalangriff auf die Energiewende.
In einem Handelsblatt-Interview erklärt er:

So sprengt beispielsweise die derzeitige Ausbaugeschwindigkeit bei der Photovoltaik das wirtschaftlich vernünftige Maß.

Diese Aussage kann nur verwundern. Was war das noch mit der Energiewende? Ist sie uns nun wichtig oder nicht? Ist uns der Klimaschutz etwas wert? Oder der Atomausstieg? Oder die Unabhängigkeit vom Import fossiler Brennstoffe? Da sollte man sich doch eigentlich freuen, wenn es mit dem Ökostrom vorangeht: 20% sind da mittlerweile erreicht.

Was ist von Röslers Argumenten zu halten? Wie so oft hilft etwas Mathematik, die Dinge ins rechte Licht zu rücken.

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fossile Energiequellen machen abhängig

Der Klimawandel ist in aller Munde. Wir Menschen verursachen Treibhausgase und verändern dadurch unser Klima. Vornan steht CO2, das Kohlendioxid, das durch verbrennen fossiler Brennstoffe entsteht.
Die Folge davon ist globale Erwärmung; nicht viel, aber genug, um die Lebensgrundlage vieler Millionen Menschen zu gefährden.

Zu Lebzeiten meiner Kinder wird der Meeresspiegel voraussichtlich einen halben Meter ansteigen. Wenn die Erwärmung dazu führt, dass der Eispanzer Grönlands schmilzt, werden es sogar 6 Meter! Mich als Flachländer in Hamburg betrifft diese Aussicht persönlich, genauso wie viele Millionen anderer Menschen, die im Flachland wohnen. Ganze Länder werden von der Landkarte verschwinden.

Grund genug, sich als Christ für das Klima einzusetzen.

Neben dem Klima gibt es aber noch andere gute Gründe, die gegen fossile Brennstoffe sprechen.

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Wie teuer wird der Atomausstieg?

Kernkraftwerk BrokdorfFrüher habe ich von der Tageszeitung „die Welt“ viel gehalten. Sie war mein konservatives Leib- und Magenblatt. Diese Zeiten sind schon länger vorbei. So richtig verdorben hat es sich „die Welt“ mit mir dann seit Fukushima. Zur Erinnerung:
Das, wovor Kritiker immer wieder gewarnt haben, ist in Fukushima eingetreten. (Nicht zum ersten Mal, da war doch mal Tschernobyl. Ist Harrisburg  noch ein Begriff? Schon mal von der „Osturalspur“  gehört?)
Nach diesem umweltpolitischen Erdbeben kam dann Bewegung in die Atompolitik Deutschlands. Als Konservativer finde ich, ist dieser Atomaustieg ein Schritt in die richtige Richtung, ein langsamer, aber immerhin. Konservativ zu sein heißt ja, bewahren zu wollen. Und die Umwelt vor Fukushima, Tschernobyl, Harrisburg etc. zu bewahren, müsste dann doch eigentlich konservativ sein?

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