Mathe hilft: Gaucks Zuwanderungsprognose

GauckUnser Bundespräsident Gauck hat den Mathematiker in mir herausgefordert. Im Bonner General-Anzeiger nahm er zur Zuwanderung unter der Überschrift “Wir können nicht jede Last tragen” wie folgt Stellung:

“Und ich glaube, dass die Diskussion über die Chancen der Zuwanderung an Fahrt gewinnen wird, wenn sich noch mehr Menschen als bisher von dem Bild einer Nation lösen, die sehr homogen ist, in der fast alle Menschen Deutsch als Muttersprache haben, überwiegend christlich sind und hellhäutig… ” (Ellipse im Original)

Was bedeutet das nun mathematisch betrachtet? Zeit für meine Rubrik “Mathe hilft”, denn Mathematik hilft auch, Politiker besser zu verstehen. Weiterlesen

Mathe hilft: steht in der Bibel wirklich pi = 3,0?

piDie Bibel kommt im medialen Mainstream nicht gut weg. Ständig wird einem erklärt, die Bibel wäre ein Märchenbuch. Und weil sich deren Aussagen über Gottes Existenz so schlecht widerlegen lassen, kümmert man sich lieber um näherliegende Ziele: Widersprüche und Fehler, davon soll die Bibel voll sein. Einen Fall möchte ich heute näher betrachten: angeblich behauptet die Bibel, die Kreiszahl pi wäre 3 statt 3,14159. Zeit für Mathe hilft, denn Mathe hilft, die Welt besser zu verstehen, auch die Bibel.
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Mathe hilft: Würfel mit Kantenlänge von 80 Kilometern

“Die Welt” hat wieder zugeschlagen. In diesem Artikel geht es um Plastikmüll, von dem wir in den Weltmeeren zu viel haben, und um den Vorschlag des Umweltbundesamts, dass man für Plastiktüten im Laden in Zukunft immer bezahlen müsste. Soweit so gut. Gestolpert bin ich dann aber über diese Aussage:

“100 bis 140 Millionen Tonnen Müll liegen in den Weltmeeren. Zum Teil sind Müllstrudel aus dem Weltall erkennbar”, sagte Flasbarth. “Um das in ein Bild zu packen: Das ist ein Güterzug vollgepackt mit Meeresmüll von hier zum Mond und halb zurück.” Allein in der Nordsee liege Müll in einer Größenordnung von einem Würfel mit einer Kantenlänge von 80 Kilometern.

Mir fällt es gelinde gesagt schwer, einen Würfel mit einer Kantenlänge von 80 Kilometern vorzustellen. Der Mount Everest ist ja noch nicht einmal 9 Kilometer hoch. Zeit für “Mathe hilft”.

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Mathe hilft: Gaza mathematisch betrachtet

Der GazastreifenIm Nahen Osten hat mit dem zweiten Gazakrieg im November 2012 mal wieder die Hütte gebrannt. Mittlerweile gibt es einen allseitigen Waffenstillstand. Das ist eine gute Nachricht und es ist eine gute Gelegenheit, einmal über die mathematische Seite dieses Konflikts nachzudenken.

Immer wenn es im Nahen Osten kracht, kommt es in Deutschland zu reflexartigen Solidaritätsbekundungen. Ein aktuelles Beispiel von unserer Bundeskanzlerin:

Angela Merkel stellte sich in einer Erklärung ihres Sprechers hinter Israel. “Israel hat das Recht und die Pflicht, seine Bevölkerung in angemessener Weise zu schützen”, verantwortlich für den erneuten Ausbruch der Gewalt seien die Palästinenser.

Mich bewegt schon lange die Frage, ob sich so ein Statement objektiv überprüfen lässt.
Zeit für “Mathe hilft”, denn Mathe hilft, die Welt besser zu verstehen.

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Mathe hilft: Alkohol in der Colaflasche?

Am 27.6.2012 geisterte eine merkwürdige Meldung durch das Internet. Mehrere große Zeitungen berichteten, dass Cola Alkohol enthalte, in kleinen Dosen. Irgendwie passt das zu Cola, die ebenfalls in kleinen Dosen verkauft wird. Nun sind Colagetränke ja nicht dafür berühmt, dass sie besonders gesund wären. Aber was ich da zu lesen vorfand, war schon haarsträubend. Nach längerer Pause wieder Zeit für “Mathe hilft”.

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Mathe hilft: Kegelrobben im Sturm

Das “Hamburger Abendblatt” (Druckausgabe) vermeldet heute:

Die stürmischen Wochen zum Jahreswechsel haben der Geburtenzahl von Kegelrobben auf Helgoland nichts anhaben können, im Gegenteil. In dieser Saison, die von Ende November bis Anfang Februar reicht, hat es bisher mit 137 Geburten auf der Düne gleich 37 Prozent mehr Jungtiere als im schon erfolgreichen letzten Jahr gegeben.

Das tut weh im Kopf. Zeit für die Rubrik “Mathe hilft”. Wir betreten damit heute das mathematische Teilgebiet der Logik, den Taschenrechner brauchen wir dieses Mal nicht hochzufahren.

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Röslers Milchmädchenrechnung

In den letzten Tagen machen Rösler und seine Zweiprozentpartei von sich reden, und zwar mit einem Frontalangriff auf die Energiewende.
In einem Handelsblatt-Interview erklärt er:

So sprengt beispielsweise die derzeitige Ausbaugeschwindigkeit bei der Photovoltaik das wirtschaftlich vernünftige Maß.

Diese Aussage kann nur verwundern. Was war das noch mit der Energiewende? Ist sie uns nun wichtig oder nicht? Ist uns der Klimaschutz etwas wert? Oder der Atomausstieg? Oder die Unabhängigkeit vom Import fossiler Brennstoffe? Da sollte man sich doch eigentlich freuen, wenn es mit dem Ökostrom vorangeht: 20% sind da mittlerweile erreicht.

Was ist von Röslers Argumenten zu halten? Wie so oft hilft etwas Mathematik, die Dinge ins rechte Licht zu rücken.

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Alle Jahre wieder – Brot statt Böller?

Alle Jahre wieder endet das Jahr mit Sylvester, immer mit einem großen Feuerwerk, und jedes Jahr ruft “Brot für die Welt”, das Hilfswerk der evangelischen Kirche zur Aktion “Brot statt Böller” auf. Die EKD schließt damit jedes Jahr mit einem erhobenen moralischen Zeigefinger ab. Ist das gerechtfertigt? Wie in vielen Fragen des Lebens hilft Mathe weiter…

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Wie teuer wird der Atomausstieg?

Kernkraftwerk BrokdorfFrüher habe ich von der Tageszeitung „die Welt“ viel gehalten. Sie war mein konservatives Leib- und Magenblatt. Diese Zeiten sind schon länger vorbei. So richtig verdorben hat es sich „die Welt“ mit mir dann seit Fukushima. Zur Erinnerung:
Das, wovor Kritiker immer wieder gewarnt haben, ist in Fukushima eingetreten. (Nicht zum ersten Mal, da war doch mal Tschernobyl. Ist Harrisburg  noch ein Begriff? Schon mal von der „Osturalspur“  gehört?)
Nach diesem umweltpolitischen Erdbeben kam dann Bewegung in die Atompolitik Deutschlands. Als Konservativer finde ich, ist dieser Atomaustieg ein Schritt in die richtige Richtung, ein langsamer, aber immerhin. Konservativ zu sein heißt ja, bewahren zu wollen. Und die Umwelt vor Fukushima, Tschernobyl, Harrisburg etc. zu bewahren, müsste dann doch eigentlich konservativ sein?

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