Der Sabbat, der wöchentliche Ruhetag am Samstag, ist eine Lehre, die sich durch die gesamte Bibel zieht. (Mehr dazu hier). Einer der zentralen Texte findet sich in Jesaja 56,1-8. Jesaja wirkte um 700 v. Chr. und doch prophezeit er direkt in die Zeit der christlichen Kirche.
3x wird der Sabbat in diesem Abschnitt ausdrücklich erwähnt und gleichzeitig enthält dieser Text so viele und so klare Bezüge zu neutestamentlichen Aussagen. Gott macht damit deutlich: er selbst hat den Sabbat eingerichtet und er wünscht sich auch von der Kirche Christi, dass sie den Sabbat schätzt und praktiziert.
Überzeugen wir uns zunächst einmal von den Querverweisen dieses Textes zum Neuen Testament. Und danach schauen wir, was wir aus diesem Text für den Sabbat in der christlichen Kirche lernen können.
Jesajas Prophezeiung
Jesaja 56,1-8
56,1 So spricht der Herr: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden. 2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgend etwas Böses zu tun!
3 Und der Fremdling, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich gewiß von seinem Volk ausschließen! Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum! 4 Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten, 5 denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.
6 Und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben [und] um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten, 7 die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden. 8 Gott, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten!
Schauen wir uns diese Querverbindungen zum Neuen Testament im Einzelnen an.
Mein Heil ist nahe
Jes 56,1: So spricht der Herr: …denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen,
Mein Heil ist nahe. Hier lohnt sich ein Blick in die Originalsprache des Alten Testaments:
Auf Hebräisch steht hier יְשֽׁוּעָתִי֙ Yeshu’a-ti. Der erste Teil, יְשׁוּעָה (Yeshu’ah) ist das Heil. -ti ist die Endung für “mein” und wird im Hebräischen hinten an das Wort angehängt.
Jesus selbst heißt auf Hebräisch יֵשׁוּעַ (Yeshu’a). Beide Wörter unterscheiden sich nur um die Schreibung der letzten Silbe, aber die Aussprache beider Wörter ist identisch. “Mein Heil” klingt im Hebräischen also genauso wie “mein Jesus”, Jesaja sagt mit einem Begriff beides, also auch:
“56,1: So spricht der Herr: Bewahrt das Recht und übt Gerechtigkeit; denn mein Jesus ist nahe, um herbeizukommen,”
Und so heißt es dann in Apg 4,12 über Jesus:
“Und es ist in keinem anderen das Heil; denn es ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen!”
Und dieses Heil ist nahe. In Mt 4,17 sagt Jesus selbst über seinen Dienst
“Von da an begann Jesus zu verkündigen und zu sprechen: Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!”
Jesaja 56,1 ist also ein prophetischer Blick Jesajas 700 Jahre in die Zukunft auf Jesus und auf seine Kirche.
Jesus Die Gerechtigkeit Gottes
Jesaja 56,1 …denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um geoffenbart zu werden.
Gerechtigkeit ist in der Bibel ein wichtiges Thema. Hier redet Gott speziell von “meiner Gerechtigkeit”. Und eben diese Gerechtigkeit Gottes finden wir ausdrücklich im Römerbrief. Die Gerechtigkeit Gottes hat dort einen Namen: Jesus.
Rö 3:21-22 “Jetzt aber ist außerhalb des Gesetzes die Gerechtigkeit Gottes offenbar gemacht worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes durch den Glauben an Jesus Christus, die zu allen und auf alle [kommt], die glauben.”
Auch die Gerechtigkeit Gottes verbindet also Jesaja 56 mit Jesus. Es geht hier um Jesus und um seine Kirche.
Seligpreisungen des Alten und des Neuen Testaments
Jes 56,2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen, und seine Hand davor bewahrt, irgend etwas Böses zu tun!
Hier gibt es zunächst einen direkten Bezug auf Psalm 1,1-2:
“(1) Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, (2) sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht.”
Jesus greift diese Formulierung in seinen Seligpreisungen in Mt 5,3ff auf:
“Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel!
Etc”
In der englischen KJV steht in allen drei Versen (Jesaja 56,2, Psalm 1,1 und Mt 5,3ff) dasselbe Wort: “blessed”. Genauso ist es im Griechischen. Die „Septuaginta“, die Griechische Übersetzung des Alten Testaments, die schon vor Jesus erstellt wurde, schreibt hier μακάριος/makarios “glücklich dran ist, wer…”. Matthäus aus dem Neuen Testament ist original in diesem Griechisch geschrieben und auch hier steht in den Seligpreisungen in jedem Vers “makarios”. Jesus selbst verbindet also seine Seligpreisungen mit Psalm 1 und mit Jesaja 56.
Die Fremdlinge werden Teil von Gottes Volk
Jes 56,3+6 handeln von den Fremdlingen:
3 Und der Fremdling, der sich dem Herrn angeschlossen hat, soll nicht sagen: Der Herr wird mich gewiß von seinem Volk ausschließen!
…
6 Und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben [und] um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten,
Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen. Menschen, die nichtjüdischer Herkunft sind. Das war die große Nachricht der frühen Kirche. Die Einladung zum Glauben ging jetzt an alle Menschen.
Das Judentum hatte in der Zeit vor Jesus um sich quasi eine Mauer gebaut. “Wir”, das Volk Gottes und “ihr”, die ihr nicht dazu gehört. Da musste man sich als Fremdling schon fremd fühlen, selbst dann, wenn man die Nähe zu Gottes Volk suchte. Man musste befürchten – wie Jesaja es formuliert – “Der Herr wird mich gewiß von seinem Volk ausschließen!”.
Mit Jesus wurde das grundlegend anders. Jesus öffnete den Weg für Menschen aus allen Völkern, dass sie Teil von Gottes Volk werden konnten.
An die Gemeinde in Ephesus (nichtjüdischer Herkunft) schrieb auch Paulus über die “Fremdlinge”:
Epheser 2,19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen
Fremdlinge, die sich zu Gott bekannten, wurden jetzt in das Volk Gottes eingebürgert. Das verbindet Jesaja 56,1-8 mit Epheser 2,19, also mit der christlichen Kirche.
Die Verschnittenen erhalten Zugang zu Gottes Volk
3 … Und der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein dürrer Baum! 4 Denn so spricht der Herr: Den Verschnittenen, die meine Sabbate halten und erwählen, was mir gefällt, und an meinem Bund festhalten, 5 denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter; ich will ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.
Verschnittene, also Männer, die zeugungsunfähig gemacht wurden, waren im Nahen Osten in einigen Ländern häufig. Ein Verschnittener konnte sich z.B. um den Harem des Königs kümmern ohne dass der König Sorge haben müsste, dass dieser Mann den Frauen des Königs zu nahe treten könnte.
Gott selbst hatte dies verboten und in 5. Mose 23,2 auch verordnet, dass solche Männer kein Teil seines Volks sein durften. Anders war diese Praxis zur Zeit Moses nicht zu unterbinden. Jesaja verkündete nun: die Männer, es sollte eine Zeit kommen, in der die Opfer dieser Praxis nicht mehr ausgeschlossen sein würden.
Jesus selbst verkündete dies in Mt 19,10-12. Und die Bibel enthält in Apg 8,27ff – der „Kämmerer“ von Äthiopien, auch ein Beispiel dafür.
Jesaja hatte das schon 700 Jahre vorher prophezeit.
Ein neuer Name und ein Platz im Tempel Gottes
Jesaja 56,5 denen will ich in meinem Haus und in meinen Mauern einen Platz und einen Namen geben, der besser ist als Söhne und Töchter;
Auch der neue Name findet sich im Neuen Testament wieder. Und sogar der Verweis auf den Tempel ist hier genannt.
Offb 3,12: Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus, und meinen neuen Namen.
Dem Herrn dienen
Vers 6 kommt auf die Fremdlinge zurück.
Jes 56,6: Und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen … um seine Knechte zu sein, …
Dem Herrn dienen. Diener (oder altertümlicher formuliert) Knechte Gottes zu sein, ist in der Bibel immer eine Ehrenbezeichnung.
Ein zentraler Gedanke der Offenbarung des Johannes ist es, die Knechte/Diener Gottes zu finden. Engel bekommen die Aufgabe, diese Menschen zu suchen, zu finden und zu kennzeichnen, bevor die Strafgerichte über die Erde hereinbrechen. Gottes Diener sollen vom Zorn Gottes verschont werden..
Offb 7, 3 und er sprach: Schädigt die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unseres Gottes an ihren Stirnen versiegelt haben!
Gott dienen, ein Diener Gottes werden, das verbindet Jesaja 56 mit der Offenbarung des Johannes
Den Herrn lieben
Jes 56,6 Und die Fremdlinge, die sich dem Herrn anschließen, um ihm zu dienen und den Namen des Herrn zu lieben [und] um seine Knechte zu sein, und alle, die darauf achten, den Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten,
Dieser Vers hat noch eine weitere Verbindung direkt zu Jesus:
Mk 12, 29 Jesus aber antwortete ihm: Das erste Gebot unter allen ist: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist Herr allein; 30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken und mit deiner ganzen Kraft!«[4] Dies ist das erste Gebot. 31 Und das zweite ist [ihm] vergleichbar, nämlich dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!«
Die Liebe zu Gott verbindet Jesaja 56 direkt mit der Botschaft von Jesus. Sie ist zentrales Element von dem, was Jesus selbst gelehrt hat.
Der heilige Berg
Die Querverbindungen zum Neuen Testament gehen Vers für Vers weiter:
Jes 56,7 die will ich zu meinem heiligen Berg führen …
Auch der heilige Berg findet sich im Neuen Testament, und zwar mit dem Hebräerbrief:
Hebräer 12,22 sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, 23 zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, … 24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.
Die Fremdlinge werden zum Berg Gottes geführt. Im Hebräerbrief wird deutlich: Jesaja hat hier über die christlichen Kirche prophezeit.
Bethaus für alle Völker
Das Bethaus für alle Völker, ein bekannter Vers aus dem Neuen Testament.
Jes 56,7 die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen … denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden
Gottes Haus, ein Bethaus nicht nur für Israel, sondern auch für alle Völker. Zur Zeit von Jesaja war das noch ein radikaler Gedanke. Aber mit Jesus wurde das erfüllt. Jesus selbst hat diesen Vers zitiert, als er sich mit den Händlern im Tempel auseinandergesetzt hat. Er war dagegen, dass aus dem Tempel ein Geschäft gemacht wurde.
Matthäus 21,12 Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stieß die Tische der Wechsler um und die Stühle der Taubenverkäufer. 13 Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: »Mein Haus soll ein Bethaus genannt werden!«[4] Ihr aber habt eine Räuberhöhle daraus gemacht!
Den Vers mit dem Bethaus für alle Völker hat Jesus selbst zitiert und auf sich angewendet. Denn er hat selbst dafür gesorgt, dass der Tempel in Jerusalem kein Geschäft mehr war, an dem das Heil in Form von Opfertieren verkauft wurde. Und er selbst hat seiner Kirche den Auftrag gegeben, in alle Länder zu gehen und Menschen dort zum Glauben an Gott zu führen.
Der Tempel in Jerusalem steht nicht mehr. Aber die Bibel bezeichnet jetzt die christliche Kirche als Gottes Tempel:
Eph 2,19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, 20 auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, 21 in dem der ganze Bau, zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22 in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.
Brandopfer und Schlachtopfer
Jes 56,7: die will ich zu meinem heiligen Berg führen und sie in meinem Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen wohlgefällig sein auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus für alle Völker genannt werden
Brandopfer und Schlachtopfer. Könnte es sein, dass Jesaja hier doch an eine Zeit vor der christlichen Kirche gedacht hat? An eine Zeit, zu der Juden noch Tiere geopfert haben? Nein. Um welche Opfer der neu hinzugekommenen Mitglieder von Gottes Volk geht es hier? Die Briefe des Neuen Testaments klären das auf:
Römer 12,1: Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst!”
und
1. Petrus 2,4+5 Da ihr zu ihm gekommen seid, zu dem lebendigen Stein, der von den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt und kostbar ist, 5 so laßt auch ihr euch nun als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, als ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, die Gott wohlgefällig sind durch Jesus Christus.
Bei den Opfern in Jes 56,7 hat Jesaja an die christliche Kirche gedacht.
Gott sammelt Menschen zur christlichen Kirche
Jes 56,8 Gott, der Herr, der die Verstoßenen Israels sammelt, spricht: Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten!
Wir kommen nun zum letzten Vers aus diesem Jesaja-Abschnitt. Gott sammelt sein Volk aus allen Völkern. Jesaja wusste schon, wie groß das Netz werden sollte, um Menschen für Gott zu gewinnen.
Joh 11,51 Dies redete er aber nicht aus sich selbst; sondern weil er in jenem Jahr Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte für das Volk sterben, 52 und nicht für das Volk allein, sondern auch, um die zerstreuten Kinder Gottes in Eins zusammenzubringen.
Jesus ist derjenige, der die zerstreuten Kinder Gottes zusammenbringen sollte. Jesaja denkt hier an zwei Gruppen: zum einen “die verstoßenen Israels”, also Menschen jüdischer Herkunft, die den Kontakt zu Gottes Volk verloren hatten.
Als zweite Gruppe sprach Jesaja davon, dass “noch mehr” gesammelt werden sollten. Jesus nannte diese Menschen aus den Nationen so:
Joh 10,16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus dieser Schafhürde sind; auch diese muß ich führen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte sein.
Hier ging es um Menschen, die nicht zu den Juden gehörten. Auch diese wollte Jesus finden und in seine Kirche eingliedern.
Apg 2,47 sie lobten Gott und waren angesehen bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat täglich die zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Zwischenergebnis
Gibt es überhaupt einen Text aus dem Alten Testament, der auf so wenigen Versen so viele klare Bezüge zum Neuen Testament hat?
Dieser Text, Jesaja 56,1-8 spricht von der christlichen Kirche.
Die Prophezeiung Jesajas über die sabbathaltende Kirche
Und mitten in diesem Abschnitt wird in nur acht Versen dreimal vom Sabbat gesprochen.
Gott, dessen Worte Jesaja hier verkündet, geht also mit großer Selbstverständlichkeit davon aus, dass diese Kirche den Sabbat halten wird. Und er hat seinen besonderen Segen darauf gelegt:
56,2 Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält: der den Sabbat hält, um ihn nicht zu entweihen.
Weil dieser Abschnitt über die Zeit der christlichen Kirche spricht, macht Gott hier deutlich, dass der Sabbat (und nicht der Sonntag) auch Gottes ursprünglicher Plan für seine Kirche gewesen ist. Irgendwann ist die Kirche dann falsch abgebogen. Weite Teile der Kirche haben das mit dem Sabbat völlig vergessen. Viele Jahrhunderte waren es nur wenige Christen, denen der Sabbat wichtig war.
Es wird Zeit, dass wir Christen den Sabbat neu entdecken, einfach deshalb weil er Gott wichtig ist.
