Gedanken zu Weihnachten

Weihnachten. Weihnachten steht vor der Tür, wie jedes Jahr. Die Vorbereitungen dauern lange und dann ist es endlich so weit: der Heilige Abend ist da und dann beginnt das Fest. Die Kerzen werden angezündet. Und in unserer Familie ist es Tradition, dass jeder ein Gedicht oder eine kleine Geschichte vorliest. Als letztes kommt dann die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel dran, der Text der mit den Worten beginnt „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.“ Früher hat dies mein Schwiegervater gemacht. Seit er vor vielen Jahren gestorben ist, ist diese Aufgabe an mich übergegangen. Nach der Weihnachtsgeschichte kommen dann die Geschenke dran.

Weiterlesen

Die SPD will in Ellerau über die AfD aufklären

Herr Nuckel von der SPD will unter dem Motto “Meine Stimme für Vernunft” in Quickborn, Hemdingen und Ellerau über die “irren Vorstellungen der AfD aufklären. Wir von der AfD meinen, das geht am besten in Form einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung, zu der wir die SPD in Quickborn und Ellerau herzlich einladen. Anbei meine Mail an Herrn Nuckel, die ich auch in Kopie an das Quickborner Tageblatt geschickt habe: Weiterlesen

Mehr oder weniger politisch?

FragezeichenWie soll mein Blog sein – mehr oder weniger politisch? Welchen Stellenwert hat der Glaube, welchen die Politik? Und was hat das mit der AfD auf sich? Insgesamt hat es in der letzten Zeit auf meiner Webseite wenig neues gegeben. Im Blogbereich waren es nur drei Artikel innerhalb eines Jahres.

Sicherlich hätte es noch mehr zu schreiben gegeben. Auf Facebook habe ich in den letzen Monaten viel gepostet, kommentiert, geliket. Aber wie ich meine eigene Webseite weiter entwickeln will, darüber war ich mir unsicher. Und ich bin es auch immer noch. Einen großen Raum nehmen die Artikel über den christlichen Glauben ein. Daneben gibt es mein Blog, mit relativ wenigen Beiträgen.

Politik auf evermann.de?

Ende letzten Jahres war ich von der Politik so desillusioniert, dass ich das Hauptmenü “Politik” aufgelöst hatte. Manche Artikel habe ich unter “Glaube” neu eingeordnet. Das meiste, was meine Mitgliedschaft in der “Partei Bibeltreuer Christen” angeht, aus der ich im April 2011 ausgetreten bin, habe ich gelöscht. Diese Partei gibt es inzwischen auch nicht mehr. Ich wollte mich nur noch auf theologische Fragen und auf einen neu zu schreibenden Bereich “anders leben” beschränken. Und jetzt ist doch alles ganz anders gekommen. Ich hatte keine Lust mehr auf Politik und dann hat die Politik mich wieder eingeholt.

Auswandern?

Da kam die Asylkrise, und mit ihr die Frage, wie sich unser Land dadurch verändern wird. Was bedeutet das für meine Kinder? Will ich, dass meine Kinder in Deutschland aufwachsen? Wird dieses Land zur Zeit meiner Enkel seinen Namen noch zu Recht tragen? Oder wäre es besser, für unsere Familie weit weit weg am anderen Ende der Welt eine neue Heimat zu suchen? Die Frage nach dem Auswandern stand damit zum dritten Mal in unserer Familie im Raum. (Das erste Mal war 2001, nach einer Neuseeland-Reise. Das zweite Mal war, als Schröder Bundeskanzler wurde.) Und zum dritten Mal ist die Entscheidung knapp ausgefallen. Will ich meine Heimat verloren geben? Steht es wirklich so schlimm um Deutschland? Und was ist Deutschland überhaupt?

Oder bleiben?

Diese Frage hat mich lange beschäftigt. Wird es woanders überhaupt besser? Oder nur anders? Würden meine Kinder es schaffen, sich in einem fremden Land einzugewöhnen? Was bedeutet das für die Schule? Unsere Große braucht noch 4 Jahre bis zum Abi. Ist das noch genug Zeit für den Umstieg auf Englisch als Schulsprache? Oder ist Auswandern dann auch der Abschied von guten Schulabschlüssen der Kinder?

Und ich? Will ich meine Heimat aufgeben und weglaufen? Wo ich mich ja sogar für den Erhalt des Plattdeutschen einsetze? Oder will ich lieber mit politischen Mitteln für meine Heimat kämpfen? Mein Herz jedenfalls wollte hier aus Norddeutschland nicht weg.

AfD und Ellerau

Dann schwappte die Asylkrise bis nach Ellerau. Und nach langen Monaten des Nachdenkens über meine eigenen politischen Ansichten und über die Frage, was man selbst in der Politik bewegen kann, kam dann im April 2016 die mein Beitritt zur AfD.

In diesem Punkt bin ich einigen Freunden gegenüber in der Pflicht. Ich hatte nämlich versprochen, dass ich dazu Rede und Antwort stehen würde, wenn man dazu mehr wissen will. Und einige Freunde haben da auch nachgefragt. Und diese Fragen möchte ich nicht nur auf Facebook beantworten.

Und so wird es auf evermann.de in Zukunft doch mehr über Politik zu lesen geben, als ich es geplant hatte. Und das auch immer wieder in Hinblick auf die Fragen nach dem christlichen Glauben. Denn mich gibt es nur als Christ. Mein politisches Engagement kann und will ich nicht von meinem christlichen Glauben trennen.

Heiko Evermann
Mai 2016

Mathe hilft: Gaucks Zuwanderungsprognose

GauckUnser Bundespräsident Gauck hat den Mathematiker in mir herausgefordert. Im Bonner General-Anzeiger nahm er zur Zuwanderung unter der Überschrift “Wir können nicht jede Last tragen” wie folgt Stellung:

“Und ich glaube, dass die Diskussion über die Chancen der Zuwanderung an Fahrt gewinnen wird, wenn sich noch mehr Menschen als bisher von dem Bild einer Nation lösen, die sehr homogen ist, in der fast alle Menschen Deutsch als Muttersprache haben, überwiegend christlich sind und hellhäutig… ” (Ellipse im Original)

Was bedeutet das nun mathematisch betrachtet? Zeit für meine Rubrik “Mathe hilft”, denn Mathematik hilft auch, Politiker besser zu verstehen. Weiterlesen

Mathe hilft: Bannmeilen um Flüchtlingsunterkünfte?

RainWendt_200pxAnsichten eines Volksvertreters zu Versuchen, Grundrechte unserer Verfassung auszuhebeln.

Über manche Zeitungsmeldungen kann man sich nur wundern. So gab der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, gegenüber der Saarbrücker Zeitung folgendes zu Protokoll:

“Wir brauchen eine Bannmeile um Flüchtlingsunterkünfte”, sagte Gewerkschaftschef Rainer Wendt der Saarbrücker Zeitung. In einem Radius von einem Kilometer müsse es verboten werden, zu demonstrieren. Ähnliche Regeln gelten beispielsweise für Parlamentsgebäude.

 

Radius, Kilometer, Mathematik – das verlangt nach einer neuen Ausgabe von “Mathe hilft”, einer Artikelreihe aus meinem Blog. Darin gehe ich mathematischen Fragestellungen nach, denn Mathematik hilft, die Welt besser zu verstehen, auch die Politik. Weiterlesen

Die EU sorgt sich um die Sicherheit der Juden in Europa

TimmermansDie Reaktionen auf die Anschläge von Paris sind immer noch für merkwürdige Überraschungen gut. Genauso wie „die Welt“, über deren Berichterstattung ich mich hier schon öfters gewundert habe. Heute (am 19.1.2015) schreibt sie (Link) unter dem Titel
„EU in Sorge um Sicherheit der Juden in Europa“ dieses:

„Nach den Anschlägen von Paris und den vereitelten Terrorplänen gegen jüdische Schulen in Belgien fordert die EU-Kommission Solidarität mit jüdischen Bürgern. Sonst drohe Europa zu scheitern.“

Weiterlesen

Das hübsche Gesicht des Islams

Am 12.1.2015 lief auf ARD die Polit-Talkshow „hart aber fair“. Das war kurz nach dem islamistischen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin Charlie Hebdo. Bilanz: die Islamisten ermordeten 16 Menschen. Und natürlich ging es jetzt in den Medien um die Frage, wie islamisch dieser Anschlag war. Nein, genauer gesagt ging es darum, dass das alles „mit dem Islam nichts, aber auch gar nichts zu tun habe“. Und natürlich war auch eine Vertreterin des Islams eingeladen, und zwar Khola Maryam Hübsch, die uns das positive Gesicht des Islams näherbringen wollte. Weiterlesen

Demokratie à l’européenne…

Griechenland steht wieder auf der Tagesordnung. Regierungskrise. Neuwahlen. Was schreibt nun meine ehemalige konservative Lieblingszeitung? Unter der Überschrift “Euro-Länder müssen den Griechen mit Rauswurf drohen” heißt es:

In Griechenland regiert vielleicht bald das linksradikale Syriza-Bündnis, welches die Reformen stoppen will. Das müssen die Euro-Länder verhindern und endlich eine glaubwürdige Drohkulisse aufbauen.

Demokratie à l’européenne… Wenn die nicht so wählen, wie die EU es will, dann gibts Ärger. Dann drohen wir mit dem Rauswurf aus dem Euro.

Weiterlesen

Schottland und der lange Arm von Brüssel

Flagge_Schottland_200pxDie gute Nachricht: der Union Jack bleibt uns erhalten. Kleinbritannien ist abgesagt. Die schlechte Nachricht: die EU hat ihr hässliches Gesicht gezeigt.

Ich hätte es den Schotten von Herzen gegönnt, ihren eigenen Staat zu bekommen. Staaten sollen auch Heimat sein. Und wenn Staaten so groß sind, dass man sich von ihnen nicht vertreten fühlt, und wenn die Hauptstadt so fern ist, dass man von “denen” statt von “uns” spricht, dann ist etwas faul im Staate Dänemark, will sagen United Kingdom. Warum nur muss ich gerade jetzt spontan an Brüssel und die EU denken…

Weiterlesen

Kann man Wähler “mitnehmen”?

Die Erfolge der AfD führen bei den “etablierten” Parteien derzeit zu hektischer Aktivität.  Man will so tun, als könne man das Problem ignorieren und aussitzen. Und gleichzeitig merkt man: damit geht das Problem nicht weg. Irgendwie muss man sich wohl mit den programmatischen Positionen der AfD auseinandersetzen. Das dann aber bitte ohne die Anfragen der AfD an den politischen Status Quo so ernst zu nehmen, dass es Folgen für die eigene Politik hätte. Die Schuld sucht man stattdessen vorrangig bei den Wählern. Und irgendwie geht das Problem damit nicht weg.

Ein klassisches Beispiel dafür hat heute die Zeit in einem drolligen Artikel geliefert. Es geht um den CDU-Fraktionsvize Michael Fuchs.

CDU-Politiker Fuchs mahnt eine Analyse an, ob sich Wähler von der Union nicht mehr ausreichend mitgenommen fühlen.

Als ehemaliger CDU-Wähler gebe ich meinen Widerspruch wie folgt zu Protokoll:

Weiterlesen